Seit ungefähr 1996 leben in der Oberlausitz wieder Wölfe. Wer den Lebensraum dieser scheuen Raubtiere kennen lernen möchte, dem bietet der thematische Randwanderweg „Auf den Spuren der Oberlausitzer Wölfe“ die beste Gelegenheit dazu.
Der Radweg verläuft von Nochten aus in west-östlicher Richtung bis Steinbach an der polnischen Grenze. Die Landschaft dieser Gegend ist durch dichte Kiefernwälder geprägt, die von Binnendünen, Teichen und Fließgewässern durchsetzt sind.
Das abwechslungsreiche Mosaik aus Offenland und geschlossenen Waldgebieten bietet dem Wolf günstige Jagdbedingungen. Zu seiner Beute gehören Rehe, Hirsche und Wildschweine, die hier zahlreich vorhanden sind. Außer dem Wolf sind noch zahlreiche andere seltene Tierarten in der Gegend heimisch und können mit etwas Glück und Geduld beobachtet werden, unter anderem der Fischotter, der Seeadler und der Kranich.

Wer nicht die gesamte, mit dem Logo einer Wolfsfährte ausgeschilderte Route auf einmal abradeln möchte, dem bietet sich das an der B 115 gelegene Rietschen als Ausgangspunkt für zwei Teiltouren an. Die eine verläuft in westlicher Richtung über Reichwalde und Boxberg nach Nochten mit dem „Lausitzer Findlingspark Nochten“, einer phantasievoll mit den geologischen Hinterlassenschaften der Eiszeit gestalteten Bergbaufolgelandschaft. Auf der anderen gelangt man in östlicher Richtung über das idyllische Heidedorf Daubitz und durch das Niederspreer Teichgebiet mit einer üppigen Ufer- und Wasservegetation bis zur Siedlung „Hirsch“ am Ende der Route.
In der Theaterscheune der Erlichthofsiedlung Rietschen ist übrigens eine interessante Ausstellung zum Leben der Wölfe zu besichtigen. Außerdem befindet sich in Rietschen das „Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz“, das Besuchern aktuelle Informationen über das Lausitzer Wolfsvorkommen erteilt.
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